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Die Kindertagesstätte der Uni-Klinik Tübingen
Ein zweites Zuhause

Uniklinik Tübingen

Als großer Arbeitgeber mit 7600 Beschäftigten, hat das Universitätsklinikum in Tübingen umfangreiche Betreuungseinrichtungen für die Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen. 90 Kinder gehen derzeit in die Kindertagesstätte der Klinik, die das ganze Jahr über ihre Pforten bereits um 5.45 Uhr öffnet. Neben der KiTa betreibt das Klinikum auch einen Schülerhort. Die Betreuung basiert auf einem pädagogischen Konzept: "Wir wollen für die Kindern eine Art zweites zu Hause sein", sagt KiTa-Chefin Gabriele Mayer.

Uniklinik Tübingen - Kinderbetreuung

"Wir hatten vor zwanzig Jahren einen Fachkräftemangel. Die Klinik stand davor Abteilungen zu schließen", beschreibt die Leiterin der Kindertagesstätte jene Zeit, in der es diese Einrichtung noch nicht gab. Die Landesregierung habe damals die Kliniken im Land gebeten KiTas einzurichten, und stellte dafür auch Gelder bereit. Heute blickt die KiTa auf eine mehr als 15-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

Immer ausgebucht
Derzeit gehen 90 Kinder in die Betreuungseinrichtung unterhalb der Kliniken am Schnarrenberg. "Wir sind immer ausgebucht und werden dieses Jahr die Marke 100 überschreiten", sagt Mayer. Die KiTa öffnet die Türen bereits um 5.45 Uhr und schließt erst wieder um 18 Uhr. Mit wenigen Ausnahmen ist die Betreuungseinrichtung fast das ganze Jahr für die Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da. Die Kindertagesstätte des Klinikums nimmt bereits einjährige Kids auf. Ab dem sechsten Lebensjahr können sie in den Schülerhort wechseln. "Wir sind eine der ganz wenigen Einrichtungen, die eine durchgängige Betreuung bis zum zehnten Lebensjahr, also nach der Grundschule, anbieten", erklärt Mayer. Das Umfeld sei sehr familiär: "Kolleginnen nehmen zum Beispiel die Kinder anderer Kolleginnen mit nach Hause, wenn diese Wochenenddienst haben."

Feste Bezugspersonen
Ziel der Betreuung sei es, die Kinder auf dem weg ins Leben zu begleiten: "Die Kinder haben bei uns deshalb feste Bezugspersonen." Dies sei wichtig, denn "Bildung geht ohne Beziehung nicht". Bildung nehme einen wichtigen Stellenwert bei der Betreuungsarbeit in der KiTa ein: "Durch Learnig bei Doing wollen wir den Kindern soziale Kompetenzen vermitteln, sie auf kognitiver Ebene fördern und ihre Sprache aber auch ihre Fein- und Grobmotorik weiter ausbilden", sagt Mayer. Eine Erzieherin pro Altersgruppe arbeite jeweils entsprechende Pläne aus: Die Kinder gehen schwimmen, werken oder entdecken spielerisch die Welt. "Wir wollen gezielt die kindliche Neugierde und den Entdeckungsdrang gerade bei den ganz Kleinen unterstützen. Die Älteren wollen wir auf den Übergang in die Schule vorbereiten." Teilweise gebe es sehr lange Anwesenheitszeiten bei den Kindern. "Manchmal neun Stunden aufwärts", berichtet die Leiterin der KiTa. Die Kinder können daher in der KiTa auch Mittagessen. Außerdem gibt es Rückzugsräume, wo die Kleinen sich auch ausruhen können. Basteln, Singen oder Spielen sind nur ein Teil dessen, worüber sich die Kleinen freuen dürfen.

Uniklinik Tübingen - Kinderbetreuung

Die Kinder entscheiden mit
Die größeren Kinder gehen in den Schülerhort. Während der Schulzeit werden die Kids schon früh morgens, vor Unterrichtsbeginn betreut. Nachmittags gibt es eine Hausaufgabenbetreuung. In den Ferien sind die jungen Buben und Mädchen den ganzen Tag im Hort. So weit möglich werden sie neben der Hausaufgabenbetreuung auch individuell gefördert. "Wir machen das mit den Kindern, was eine Mutter zu Hause mit den Kindern auch machen würde", betont die KiTa-Chefin. Der Freizeitspaß darf da natürlich nicht fehlen: "Im Sommer machen wir ein richtiges Ferienprogramm – immer zu einem bestimmten Thema", so Mayer. "Fit sein" war letztes Jahr angesagt. "Unser Fitnessprogramm bestand aus Bewegung, Entspannung und richtiger Ernährung. Darum haben wir auch selber gekocht." Die Kinder entscheiden bei der Freizeitgestaltung natürlich mit, erklärt Mayer.

Qualifizierte Frauen, die arbeiten wollen
Die allein erziehenden Mütter nehmen in der Zahl ab. Mit steigender Tendenz arbeiten aber immer mehr Ärztinnen mit Kindern am Klinikum, berichtet Mayer: "Für viele ist es wichtig die Verlässlichkeit zu haben, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind." Viele von ihnen wollen arbeiten und nach der Geburt des Kindes auch möglichst schnell wieder in den Beruf zurück: "Manche kommen schon nach sechs Monaten wieder, weil sie in der Forschung arbeiten und von Drittmitteln abhängig sind." "Übrigens", so die Kita-Chefin, "wir haben nicht nur Mütter sondern auch einige Väter, die hier Ihre Kinder vorbeibringen." In vielen Fällen würden sogar beide Elternteile am Klinikum arbeiten. Damit Mütter und Väter sich das leisten können wird das Betreuungsangebot zu 65 Prozent vom Klinikum getragen. Die übrigen 35 Prozent werden mit öffentlichen Zuschüssen und von den Eltern finanziert. "Die Beiträge sind nach dem Einkommen gestaffelt“, erklärt Mayer, "und liegen zwischen 102 Euro und 357 Euro."

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